Biographie
1810 Geboren in Düsseldorf am 8. Februar als dritter Sohn des Städtischen Musikdirektors August Burgmüller und dessen Ehefrau, der Sängerin und Pianistin Therese geb. von Zandt.
1816-1824 Besuch einer Elementarschule. Musikalische Ausbildung durch die Eltern und den älteren Bruder Friedrich (geb. 1806). Nach dem Tode des Vaters 1824 wird Franz Graf von Nesselrode-Ehreshoven der Mäzen des jungen Musikers.
1826-1827 Studium in Kassel bei Louis Spohr und Moritz Hauptmann.
1828-1830 Burgmüller erteilt in Kassel Klavierunterricht und wirkt als Korrepetitor. Öffentliche Auftritte als Pianist und Komponist. 1829 Verlobung mit der Sängerin Sophia Roland (geb. 1804). Nach der Lösung der Verbindung treten erstmals epileptische Anfälle auf. Herbst 1830 Rückkehr nach Düsseldorf.1831-1833 Burgmüller gibt Musikstunden und leitet den Verein für Tonkunst. Künstlerische Krise. Freundschaft mit seinem ersten Biographen Wolfgang Müller von Königswinter, sowie mit Felix Mendelssohn-Bartholdy, der als Städtischer Musikdirektor nach Düsseldorf kommt.
1833-1835 Mehrfache Aufführungen auch grösserer Kompositionen führen zur fruchtbarsten Schaffensphase. Verlobung mit Josephine Collin, Gouvernante seines Mäzens. Freundschaft mit dem Maler Johann Wilhelm Schirmer. Nach dem Abschied Mendelssohns künstlerische Vereinsamung. Herbst 1835 Freundschaft mit dem Dramatiker Christian Dietrich Grabbe.1836 Pläne zur Übersiedlung nach Paris, dem Vorbild seines erfolgreichen Bruders Friedrich folgend. Wichtige Kompositionen bleiben unvollendet. Ende April Reise nach Aachen: dort stirbt Burgmüller am 7. Mai im Heilbad unter ungeklärten Umständen. In Düsseldorf am 11. Mai Beisetzung unter grosser öffentlicher Anteilnahme und den Klängen eines eigens von Mendelssohn komponierten Trauermarsches.